Die Art und Weise, wie Kommunen den demografischen Wandel gestalten, wird über ihre Zukunftsfähigkeit und die Lebensqualität ihrer Bürger entscheiden. Patentlösungen gibt es angesichts der großen regionalen Unterschiede und individuellen Problemlagen nicht. Notwendig sind vielmehr Lösungen, die den ortsspezifischen Gegebenheiten Rechnung tragen. In der Praxis brauchen wir eine kommunale Politik, die bei allen Entscheidungen die Auswirkung des demografischen Wandels berücksichtigt.

Hierzu hat die Stadt mit Unterstützung der Familien Forschung Baden-Württemberg und der KVJS am 22.10.2011 zur Zukunftswerkstatt eingeladen. Ein wichtiger Grundstein wurde gelegt.

Engagierte Mitbürger/innen , ortsansässige Institutionen sowie die Stadtverwaltung haben sich bei einer ganztägigen Veranstaltung mit dem vielschichtigen Thema befasst. Gemeinsam wurde ein Stärken und Schwäche Profil der bereits bestehenden Angebote erstellt.

Die umfassende Ausarbeitung der Veranstaltung ergibt eine klare Aufgabenstellung an Stadtverwaltung und an die engagierte Bürgerschaft!

Stadtteilbezogene Initiativen sollten eine größere Bedeutung bekommen. Die räumliche Nähe und der regelmäßige Austausch innerhalb der Bürgerschaft sowie das pflegen der sozialen Kontakte sind nicht zu unterschätzen. Anzustreben ist eine möglichst breite Einbeziehung unterschiedlicher Akteure wie Einzelpersonen, Einzelhandel, Arztpraxen, Gastronomie, Kirche etc. ; dadurch könnten Netzwerkstruktur intensiviert werden.

Die Ressourcen der im häuslichen Bereich zu erbringenden Dienstleistungen könnten zeitnah von den Gewerbetreibenden – Friseur, Kleidung, Lebensmittel sowie der Gastronomie – überprüft werden.

Des weiteren sind bezahlbare alternative Wohnformen – wie z.B. Senioren Wohngemeinschaften oder auch kleine Seniorengerechte Wohneinheiten in unserer Stadt erforderlich.

Das persönliche Engagement in der Kommune ist die Grundlage einer aktiven Bürgerschaft. Viele Bereiche sozialer Arbeit könnten ohne dieses freiwillige Engagement nicht geleistet werden. Ähnlich sieht es im Sportwesen, im Kulturbereich und in der Jugendarbeit aus.

Wenn wir die Auswertung der Zukunftswerkstatt ernsthaft und verantwortungsvoll umsetzten wollen, sollte über eine weitere qualifizierte städtische MA (Demographie Beauftragte) – wie es bereits in einigen Städten umgesetzt wird – nachgedacht werden. Diese städtische MA könnte die Koordinationsstelle zwischen Bevölkerung und Stadt sein, ein praxisorientiertes Handlungskonzept erstellen, Projektesteuerung sowie das Ehrenamt koordinieren .



 


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