Da das neue Jahr gerade erst begonnen hat, möchte ich Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, erst einmal alles Gute, Gesundheit, und Wohlergehen für 2015 wünschen. Ich wünsche Ihnen ein glückliches Händchen für Ihre gesteckten Ziele, Wünsche und Vorstellungen.

Dieses glückliche Händchen wünsche ich uns, Gemeinderat und Verwaltung, für die anstehenden Entscheidungen in diesem Jahr natürlich ebenfalls. OB Kessing hat einige dieser kommunalpolitischen Entscheidungen im Gespräch mit der Bietigheimer Zeitung Ende Dezember bereits anklingen lassen. Danach wird ein besonders wichtiges Projekt die Schulentwicklung beziehungsweise die Umsetzung des Schulentwicklungsplanes werden. Nach OB Kessing „gehe es darum, die Bildungsinfrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen“. Doch sind unsere Schulen alle in einem derart veralteten und desolaten Zustand, dass innerhalb kürzester Zeit gleich mehrere zweistellige Millionenbeträge ausgegeben werden müssen?

Ich bezweifle dies, da auch in der Vergangenheit stets zum Teil kräftig in unsere Schulen investiert wurde. Mit dem Start der Gemeinschaftsschulen in diesem Jahr und dem Ausbau des Ganztagsschulbetriebs kommt ein weiterer Kostenblock auf uns zu. Deren Erfolg oder Misserfolg, auch im Hinblick auf eine Chancengleichheit im Bereich Bildung, können wir erst in einigen Jahren erkennen. Man kann nur hoffen, dass die Gemeinschaftsschule nicht ebenso schnell begraben wird, wie die bei ihrer Einführung viel gepriesene Werkrealschule.

Auch über die von OB Kessing angesprochene energetische Sanierung der Ellental-Gymnasien muss sicherlich noch ausführlich diskutiert werden. So sollten erst detaillierte Kosten-Nutzen-Berechnungen für die einzelnen Sanierungsschritte aufgestellt und vorgelegt werden, bevor über die Ausgabe eines zweistelligen Millionenbetrags abgestimmt wird. Zudem häufen sich kritische Stimmen zum Thema nachträglicher Gebäudedämmung oder dem Einpacken eines Gebäudes in Sondermüll. Bis heute gibt es keine konkreten Aussagen, welche Folgekosten wir unseren nachfolgenden Generationen mit dieser Fassadendämmung hinterlassen.

Bleibt nun noch das von OB Kessing angesprochene Sorgenkind 2015: die (Ball-)Sporthalle. Wenn die Fronten „ein bisschen verhärtet“ sind, liegt dies auch daran, dass Verwaltung und OB keinen klar erkennbaren Kurs fahren. Es kann eigentlich nur darum gehen, ob wir in naher Zukunft einen adäquaten, modernen und zeitgemäßen Ersatz für die in die Jahre gekommenen Sporthalle am Viadukt brauchen. Es müsste inzwischen jedem klar sein, dass in der als Eishalle konzipierten EgeTrans-Arena aus verschiedenen Gründen nicht alle Sport-, Kultur- und sonstige Veranstaltungen ausgeführt werden können und die Viadukt-Halle hierfür auch keine Zukunft mehr hat. Ich bewundere den Mut und die Weitsicht des damaligen Gemeinderats und Bürgermeisters Mai, als sie sich vor rund 60 Jahren zur Planung und Realisierung der Viadukt-Halle entschlossen haben, der ersten großen Sporthalle der gesamten Region in dieser Zeit. Auch damals mussten Schulen und Infrastruktur in unserer Stadt errichtet werden. Ich hoffe, dass 2015 in unserer Stadt auch von wirklicher Kommunalpolitik und nicht nur von der Umsetzung von Landes- und Bundespolitik geprägt sein wird.



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