Seit Jahren wird landauf landab preiswerter Wohnraum gefordert. Vermutlich wäre es möglich, den für diese Kolumne vorgegebenen Platz mit Überlegungen zu füllen, wie denn nun preiswerter Wohnraum genau zu definieren wäre. Ich versuche mich gar nicht erst daran. Fakt ist, dass auch in Bietigheim-Bissingen viele Menschen auf der Suche nach einer Wohnung in der für ihre Lebens- oder Familiensituation passenden Größe sind, die sie mit ihrem Einkommen bezahlen können. Nun werden immer wieder Ideen aufgebracht, die ich nicht für zielführend halte.

So wird gefordert, dass die Grundstücke, v.a. wenn sie im städtischen Besitz sind, billiger verkauft werden könnten. Dabei wird außer Acht gelassen, dass mit einem billigeren Grundstück noch nicht automatisch eine günstigere Vermietung verbunden, wohl aber ein größerer Gewinn für den Eigentümer möglich ist.In Bietigheim-Bissingen erstellt die Bürgerstiftung preiswerten Wohnraum. Alle Fraktionen des Gemeinderats tragen diesen Weg mit und wir können sicher froh sein, dass dadurch einigegünstige Wohnungen errichtet wurden und werden. Die große Lösung ist das allerdings nicht. Andere Konzepte müssten her und diese kann keineKommune schaffen, sie müssen auf Landes- oder Bundesebene auf den Weg gebracht werden.Eine Neuauflage der Eigenheimförderung würde es etlichen Menschen ermöglichen ein Eigenheim zu erwerben und damit auch etwas für ihre Altersversorgung zu tun.Ebenso war es aus heutiger Sicht sicher falsch, den sozialen Wohnungsbau praktisch einzustellen. Hier sind neue Konzepte in Bund und Land im Gespräch. Sie sollten schleunigst umgesetzt werden.Für unsere Stadt brauchen wir ein Gesamtkonzept zum Wohnungsbau und zur Wohnungsmodernisierung. Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum für alle Altersgruppen. Wir brauchen barrierearme Wohnungen für die immer älter werdende Bevölkerung und wir müssen mit Augenmaß vorgehen, weil immer mehr Menschen auch mehr städtische Infrastruktur brauchen, die sich z.B. bei den Straßen nicht so einfach herstellen lässt.



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