Erneut steht die Planung eines  15 Hektar großen zwischen der Gärtnerei Kiemle und der „Boehringer-Kreuzung“ in Tamm  zur Diskussion .

Erneut stehen Großunternehmen bevorzugt in den Startlöchern, wodurch erneut die hiesigen klein- und mittelständischen Unternehmen leer ausgehen, denn die vorgesehenen Parzellengrößen sind nicht auf sie zugeschnitten.

Erneut könnte wertvoller Ackerboden großflächig versiegelt werden, auch zu Lasten der hier noch ansässigen Landwirte, deren Planungssicherheit seit Jahren durch die Diskussion um die Gewerbeflächenerweiterung ausgesetzt wird.

Wirklich neu ist diesmal, dass dies an einem bereits jetzt schon einem jetzt schon überlasteten Verkehrsbrennpunkt geschehen soll.

Allein die Planung und der Umbau der Boehringer-Kreuzung, bei der man sich zur Abwechslung einig ist, dass sie mit der Erschließung neuer Gewerbeflächen unerlässlich ist, kosten mindestens 5 Jahre.

Egal, ob erst Straßenbaustelle und später neues Gewerbegebiet oder umgekehrt: Der Verkehr wird an dieser Stelle weiterhin die Straßenkapazität mehr als ausschöpfen, denn auch mit einer neuen Südumfahrung im Bereich der Tammer-Kreuzung, bleibt dort die Eisenbahnbrücke in Richtung der B27 als Nadelöhr bestehen.

Obwohl Lagerung und Spedition laut Bebauungsplan Laiern ausgeschlossen sind, ist zu befürchten, dass man auch in Tamm von Logistikzentren nicht absehen wird, da verkündet zumindest der fast fertiggestellte, fensterlose Neubau auf dem ehemaligen „Boehringer-Areal“ in Tamm zwischen der Bissinger Straße und den Bahngleisen nicht Gutes.

Dazu kommt die Frage, wie wird sich der steigende Onlinehandel auf die Infrastruktur auswirken? Das werden wir vielleicht bald am Beispiel des Logistik- , Pardon, „Warendienstleistungszentrums“ Breuninger in Sachsenheim feststellen, wo im Moment noch Betonpfeiler mahnend in den Himmel ragen. Hier spricht man von einer Steigerung der Effektivität durch die neue Zentralisierung im Eichwald. Was das für die Verkehrssituation bedeutet, werden wir bald sehen.

Es ist schon richtig: wir brauchen Gewerbeflächen, aber eben solche, in denen sich auch kleinere Unternehmen ansiedeln können. Deshalb haben wir dafür Sorge zu tragen, dass innerörtliche Misch- und Gewerbegebiete nicht von Wohnbaugesellschaften und Investoren gekauft und dann in Wohngebiete umgewidmet werden und dass sich die Freiflächen zwischen unseren Gemarkungen nicht irgendwann mit Gewerbebauten schließen.



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