Seit bekannt werden der neuen Vergaberichtlinien für den ÖPNV, stehen Neuerungen und Innovationen seit Jahren auf dem Abstellgleis.

Nun ist die Sache für den ÖPNV in Bietigheim-Bissingen weitgehendst in trockenen Tüchern. Die Firma Spillmann bewirtschaftet auch weiterhin den Busverkehr in unserer Stadt. Verhältnisse wie in Pforzheim oder dem Rhein-Erft-Kreis sind vermieden und man hat nun Planungssicherheit für Neuerungen ab 2019.

Im Arbeitskreis Verkehr des Bietigheim-Bissinger Gemeinderats wurden schon einige Vorschläge zur Diskussion gestellt. Genauso werden Anregungen und Wünsche aus der Bürgerschaft, die sich letzten Samstag bei der Ideenwerkstatt ÖPNV engagierten, in diese Diskussion einfließen.

Allerdings hat die Verwaltung, Spillmann und die Bürgerschaft nicht alle Belange in eigener Hand. Z.B. gibt es überregionale Linien durch die Stadt, auf die man nur bedingt Einfluss nehmen kann. Zum anderen werden viele Entscheidungen im VVS-Verbund getroffen. In diesem Gremium ist man einer unter vielen mit seinen Wünschen und Bedürfnissen.

Mir selbst scheinen unter anderem die hohen Fahrscheinkosten für Kurzstrecken ein großes Hindernis zu sein den Bus anstatt das Auto zu nutzen. Verbilligungen, Tagestickets, Eineuro-Ticket sind wohl aber noch sehr kompliziert und nur sehr kostenintensiv umzusetzen.

Ich habe mich im Arbeitskreis von den beauftragten Büros überzeugen lassen, dass die Priorität erst mal auf zwei Aufgabenfeldern liegt. Zum einen die Vereinfachung des Fahrplans. Kaum jemand der nicht eine Linie häufig nutzt kommt mit dem Fahrplanaushang an der Bushaltestelle klar. Eine App sollte man da schon haben.

Zum anderen auf der Intensivierung der Linien für den Berufs- und Pendlerverkehr.

Im Berufsverkehr droht uns ja fast täglich der Verkehrskollaps in der Stadt. Hier soll Abhilfe in Form engerer Taktung und Expresslinien z.B. vom Bissinger Rathaus zum Bahnhof, geschaffen werden.

Ein erster Schritt, längst überfälliger Schritt ist die Vernetzung der Buslinie nach Bönnigheim mit dem Viertelsundentakt der S-Bahn am Abend.

Der Busverkehr in der Stadt wird effizienter und kommt wieder in die Spur.



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